In der Filmkomödie “Crocodile Dundee” richtet eine australische Reporterin ihre Kamera auf einen Aborigine.
“Oh nein”, ruft der, “sie können mich nicht fotografieren!”
Sie lässt die Kamera verständnisvoll sinken: “Weil sie glauben, dass ich ihnen ihre Seele raube …”
“Nein, sie haben den Objektivdeckel noch drauf.”

Herausforderungen der People-Fotografie

Menschen zu porträtieren ist vielen Fotografen das liebste Genre. Während das mit geübten Models ein kreatives Vergnügen sein kann, ist es bei Auftragsarbeiten mit Laien oft harte Arbeit. Wer sich für die Unternehmenskommunikation seines Arbeitgebers fotografieren lässt, hat nicht unbedingt Freude an der Model-Rolle oder nimmt die Kamera sogar als Eindringling in die gefühlte Privatheit seiner Arbeitsumgebung wahr. Wenn man für Homepages oder Social-Media-Plattformen seiner Kunden deren Mitarbeiter fotografiert, tut man also gut an einem sensiblen Umgang mit den “Human Resources”. Ein Probe-Shooting vor dem ersten Produktiv-Shooting ist dazu geeignet einander kennen zu lernen und baut Vorbehalte gegenüber dem fremden Fotografen und der Kamera ab.

Safety first und genügend Hilfsmittel am Set

Eine gute Vorbereitung und Organisation “on Location” ist eine weitere Voraussetzung für wirksame Fotos von Menschen und Gruppen. Dazu gehören die (Verkehrs-) Sicherung des Sets, Wäscheklammern zur Bändigung renitenter Textilien und festes Schuhwerk für den Fotografen: Wenn sich die Motive in Bewegung befanden, musste ich für die richtige Perspektive schon häufig off-road gehen.

Beim BarCamp Düsseldorf in den Räumen der Rheinischen Post habe ich meine Erfahrungen in der Session “Die Seele rauben – Projektmanagement und Praxis der People-Fotografie” präsentiert. Tobias Grimm war so nett, Fotos und einen kurzen Videoclip von mir zu machen. Darin erkläre ich, warum ich gerne das Konzept und die Fotos für Kommunikationsmaßnahmen aus einer Hand anbiete.

 


Foto / Video: Tobias Grimm